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Bilder Serie "Experimente"

  • 11. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Glaswolle und Schaumglas auf Holzkörper, je 50 x 40cm


Experiment I – Glaswolle

Diese Arbeit untersucht die Grenzbereiche zwischen organischer und technischer Materialität. Die Glaswolle entfaltet sich in weichen, faserigen Schichten, die an gewachsene Strukturen erinnern – fast wie Pflanzengewebe oder verwitterte Textilien.

Durch die Bearbeitung entsteht eine Form, die zugleich fragil und massig wirkt: Ein geöffneter, u-förmiger Körper, dessen Fasern eine eigene topografische Landschaft bilden. Die feinen Linien und die transluzente Haptik verleihen dem industriellen Material eine überraschend poetische Qualität.

Die Arbeit stellt die Frage, wie vermeintlich „unästhetische“ Stoffe durch Transformation neue Bedeutungen annehmen können – jenseits ihrer funktionalen Herkunft.


Experiment II – Schaumglas

Dieses Experiment führt die Materialforschung weiter und wendet sich einem stark kontrastierenden Werkstoff zu: massiv, porös, erstarrt. Die beiden rechteckigen Schaumglasplatten wirken wie archäologische Funde oder geologische Schnitte aus einer unbekannten Schicht der Erdkruste.

Die unregelmäßigen Poren, die schwere Textur und die dunkle Farbigkeit erzeugen eine kraftvolle Materialpräsenz. Trotz ihrer Schwere bleiben die beiden Elemente in einem stillen Dialog – ein Paar, das sich ähnelt, aber nicht identisch ist.

In der Gegenüberstellung mit der Glaswolle-Arbeit wird die Spannweite deutlich, die Material in ihrer künstlerischen Transformation annehmen kann: von weich zu hart, von faserig zu kompakt, von organisch wirkend zu mineralisch.




 
 
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